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    Mit Fitbit wird Fitness dank Innovationen im PCB-Design cool statt schwerfällig

    April 12, 2017

     

    Mein Neffe bekam zum Geburtstag ein Fitbit geschenkt. Zu meiner großen Überraschung rollte er nicht mit den Augen oder bedankte sich nur mit einem halbherzigen Murmeln. Er hielt es über den Kopf und sprang aufgeregt auf und ab. „Du hast mir ein Fitbit gekauft! Genau das hab ich mir gewünscht. Jetzt gucken wir mal, wer die meisten Schritte macht!", sagte er zu meiner Schwester. Er freute sich mehr darüber als über das Lego-Set von Star Wars, das sein Bruder ihm gekauft hatte. Sogar der supertolle P-51 Mustang Modellbausatz, den ich ihm gekauft hatte, blieb fast unbeachtet. Ernsthaft? In seinem Alter wäre ich entsetzt gewesen, wenn man mir einen Schrittzähler geschenkt hätte. Ich habe sogar mal einen bekommen ... und ich war entsetzt. Was hat sich geändert?

    Schrittzähler waren damals nicht cool oder mit anderen Geräten vernetzt. Vor zehn Jahren waren Schrittzähler eine völlig andere Technologie als heute. Die Geräte aus Plastik konnten die Entfernung feststellen, die eine Person am Tag zurücklegte, waren aber alles andere als präzise. Bedient wurden sie über Knöpfe – diese Dinger, die es heute nicht mehr gibt – in die man oft den Fingernagel stecken musste, bis sich etwas tat, und die immer schwieriger zu bedienen wurden, je schmutziger sie wurden. Die LCD-Displays waren äußerst simpel und schwarz-weiß, sodass sie eher einem Billigtaschenrechner als einer Smartwatch von heute ähnelten. Die unhandlichen und unübersehbaren Pedometer wurden an der Kleidung angeklipst und lösten sich leicht. Schrittzähler funktionieren meist komplett isoliert und machten so die Verfolgung seines Fortschritts über Wochen oder sogar Jahre unmöglich, wenn man die Zahlen nicht von Hand aufschrieb. Wenig überraschend also, dass Schrittzähler sich weder aus modischer noch aus sportlicher Sicht durchsetzen konnten.

     

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    Image credit: lev radin/shutterstock.com

     

    Fortschritte in der Konstruktion von Leiterplatten und der drahtlosen Kommunikation machen Fitbit erst möglich

    2007 hatten James Park und Eric Friedman eine Idee: Sie begannen mit der Entwicklung eines smarten Fitnesstrackers, den die Welt bald als Fitbit kennenlernen sollte. Sie erkannten, dass der Stand der Technik bei Leiterplatten und Wireless-Technologien ihnen inzwischen erlaubte, eine Batterie, einen Bewegungssensor und eine drahtlose Kommunikationslösung in einem kleinen Gerät zu verbauen, das Informationen aufnehmen und an einen Tracker im Internet senden konnte. Damit sollte man, solange man den Fitbit trug, seine Bewegung, seinen Schlaf und die verbrannten Kalorien im Auge behalten können.

    Das war allerdings leichter gesagt als getan. Die bis dahin erhältlichen Schrittzähler waren der einzige Anhaltspunkt, kamen jedoch nicht an Friedmans und Parks Idee heran. Völlig neue, kompakte Leiterplatten wurden benötigt. Allerdings hatten weder Park noch Friedmann Erfahrung mit Leiterplatten, und es stellten sich schnell die ersten Probleme ein. Das Endprodukt sollte möglichst geringe Maße haben, also war ein kompaktes Leiterplatten-Design der Schlüssel zum Erfolg. Expertenwissen war zu diesem Zeitpunkt nur in den Katakomben von Apple und ähnlichen Firmen zu finden.

    Ohne fachliche Unterstützung sprengten Park und Friedman eine Deadline und ein Budget nach dem anderen, um ihre Idee zum Laufen zu bringen. Professionelle PCB-Designsoftware brachte sie auf wenige Millimeter an ein marktreifes Produkt, aber die Funkantenne, die sie brauchten, wollte einfach nicht passen. Mit ein wenig Tüftelei – einem Stück Schaumstoff zwischen Funkantenne und Displaykabel – konstruierten sie endlich ein funktionierendes Modell, das sie produzieren lassen konnten.

    Das (aus Benutzersicht) simple Design und die Möglichkeit, Fortschritte online zu verfolgen, machten das Fitbit zu einem Erfolg und zogen schnell neue Investoren an. Bald konnten die Funktionen des Geräts erweitert werden. Die nächsten Schritte beinhalteten die Verbindung des Geräts mit einer iPhone-App, einen Höhenmesser, ein System mit Motivationsnachrichten und eine Stoppuhr-App. Außerdem wurde das Onlineportal mit proaktiven Herausforderungen für eine bessere Fitness und weiteren Programmen gefüllt. Im Vergleich zu früheren Designs waren diese Herausforderungen für Park und Friedman ein Kinderspiel. Eine Verkleinerung der Bauteile, Fortschritte bei der Softwareerstellung und vor allem ihre Erfahrungen halfen ihnen dabei, die Geräte immer vielseitiger zu machen.

     

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    Fitbit wird vom Clip zum Armband und erobert eine neue kulturelle Nische

    Diese Verbesserungen brachten auch höhere Verkaufszahlen und neu Investoren mit sich. Innerhalb weniger Jahre war Fitbit bereit für den Sprung vom tragbaren Clip zur Armbanduhr. Das bedeutete einen riesigen Unterschied. Natürlich war es aus technischer Sicht bemerkenswert, aber vor allem war es ein kultureller Fortschritt, der die Art und Weise änderte, wie die Menschen mit ihren Fitness-Trackern umgingen.

    Statt das Gerät für jeden Lauf anzulegen und dann wieder abzunehmen, konnten die Käufer ihre Fitnesstracker mühelos Tag und Nacht anbehalten. Entsprechend tragen sie ihre Fitbits nun viel häufiger. Inzwischen ist der Fitnesstracker zum Trend geworden und ein absolutes Muss, wenn man im Freundes- oder Kollegenkreis mitreden will.

    Diese breite Akzeptanz von Fitnesstrackern als Teil des Alltags bereitete den Weg für Fitbits Übergang vom kleinen Betrieb zum börsennotierten Unternehmen mit 4,1 Milliarden Dollar Kapital für den Börsengang 2015. Fitbit baut auf fortschrittliche Leiterplatten-Designs, um Sensoren für die Datenerfassung und deren drahtlose Übertragung in seine Geräte zu integrieren. Indem das Unternehmen die Art und Weise verändert hat, wie unsere Kultur mit Fitness interagiert, konnte Fitbit die Fortschritte in der Konstruktion von Leiterplatten einem riesigen Spektrum von Konsumenten nahebringen und im Gegenzug große Gewinne machen.

    Alle, die den nächsten großen Wurf nach Fitbit landen wollen, haben Glück. Wir haben nicht mehr 2007, und die integrierten Funktionalitäten in Altium Designers helfen beim Design von Leiterplatten für ein effizienteres Unternehmen. Sie können nicht nur hoch kompakte PCBs erstellen, sondern mit Erweiterungen wie Altium Vault auch die Bauteile verwalten und auf dem aktuellen Stand halten. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr, also Schluss mit dem Zögern und ab ans virtuelle Reißbrett!

     

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