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    Mit dem Internet der Dinge entwickeln sich neue Technologien für das Älterwerden in der gewohnten Umgebung

    August 24, 2017

    Familie beim Picknick

    Meine Großmutter lebt seit sieben Jahren in der Straße, in der auch meine Eltern wohnen. Sie zog dorthin, nachdem sich herausstellte, dass sie an Alzheimer erkrankt war und meine Eltern erkannten, dass sie nicht mehr allein leben konnte. Trotz allem hat Technik ihr ein halbwegs selbstständiges Leben ermöglicht. Meine Mutter verwendet Kinderzimmerkameras, um sicher sein zu können, dass meine Großmutter sicher und wohlauf ist. Sie schaut immer im Haus der Großmutter vorbei, wenn diese Hilfe braucht. So musste meine Großmutter nicht in einem Pflegeheim leben und hat meine Eltern sich um sie kümmern lassen, ohne dass dies für sie zu einer übermäßig schwierigen Aufgabe wurde. Viele ältere Menschen und ihre Kinder möchten in der Lage sein, selbstständig zu leben. Gesundheits- und Sicherheitsbedenken können dem jedoch häufig entgegenstehen. Neue intelligente Sensor-Arrays und andere Systeme des Internets der Dinge (IoT) für ein „Intelligentes Zuhause“ lassen die Senioren ihre Unabhängigkeit so lange wie möglich bewahren.

    Älterwerden in gewohnter Umgebung

    Nur wenige Senioren möchten aus ihren eigenen Häusern ausziehen, und viele ihrer Kinder möchten sie nicht bei ihnen zu Hause unterbringen. Gesundheits- und Sicherheitsbedenken erzwingen oft eine Entscheidung; doch dies muss jetzt nicht mehr so sein.

    Eine Untersuchung der AARP (American Association of Retired Persons, (dt.: „Amerikanische Ruheständler-Vereinigung“) hat gezeigt, dass 90 % der Senioren gern weiterhin in ihrem Zuhause leben möchten. Ihre erwachsenen Kinder machen sich zudem oft Sorgen um ihre Pflege. Die Betreuung betagter Eltern kann kostspielig und fordernd sein und auch über mehrere Jahre andauern. Alle diese Sorgen führen oft dazu, dass Kinder ihre Eltern in Pflegeheime geben, was wiederum zu Lasten der Lebensqualität des jeweiligen Elternteils gehen kann.

    Gesundheits- und Sicherheitsbedenken sind die beiden Faktoren, die oft dazu führen, dass Eltern in Pflegeheime gegeben werden. Allein zu leben, kann gefährlich sein, wenn ein Mensch an Alzheimer oder Demenz erkrankt ist oder an gesundheitlichen Problemen leidet, die eine Beobachtung erforderlich machen. Die Technik kann hier problemlos als Lösung eingesetzt werden und helfen, auf die Senioren aufzupassen. Sie brauchen lediglich jemanden, der diese für sie entwickelt. Was bisher in diesem Bereich getan wurde, können Sie nachfolgend lesen.

    Ältere, auf dem Boden liegende Dame erhält Hilfe von einer Pflegerin
    Mit dem IoT wird sichergestellt, dass sich jemand um Sie kümmert.

    Techniken für ein selbstständiges Leben

    Nicht alle älteren Menschen benötigen 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche eine Betreuung. Vielen würde ein System reichen, das sie beobachten kann  und mit dem sie im Notfall ein Familienmitglied oder einen Gesundheitsdienstleister informieren können. Mit verschiedenen IoT-Techniken wird versucht, eine Lösung zu bieten und damit das Leben älterer Menschen und ihrer Kinder einfacher zu gestalten.

    • Life Alert – Ein Produkt, für das sicherlich häufiger Werbung gesehen habe als für jedes andere, ist Life Alert. Diese Systeme sind an einer Halskette befestigt und besitzen Tasten. Es gibt auch andere Geräte, die im Notfall durch Drücken betätigt werden können. Dies ist sicherlich ein nützliches System. Wenn ein Mensch aber ohnmächtig geworden ist und die Taste nicht mehr selbst betätigen kann, nützt es leider nichts. Eine einfache Ergänzung, wie z. B. ein Beschleunigungssensor, der einen Sturz automatisch feststellt, würde dieses System zweifellos aufwerten.
    • Lively Lively ist die erweiterte Form von Life Alert. Es verwendet eine Uhr mit einer Drucktaste und benachrichtigt Notfall-Ansprechpartner, wenn Hilfe benötigt wird. Es sind ebenfalls Sensoren integriert, die Aktivitäten wie z. B. das Öffnen des Kühlschranks und die Einnahme von Tabletten protokollieren. Das Problem hierbei ist, dass die Sensoren zu groß sind und nachgerüstet werden müssen. Wenn Sie wünschen, dass den Menschen Ihr Gerät zusagt, sollte es sich problemlos in ihr Zuhause integrieren lassen. Dies könnte z. B. ein kompaktes Sensor-Array sein, das Ereignisse von einem zentralen Standort aus aufzeichnet, anstatt überall sperrige Sensoren verteilen zu müssen.
    • Vector Security – Sogar herkömmliche Hausalarmanlagen können für ältere Menschen eingesetzt werden. Vector Security bietet ein Sicherheitssystem, mit dem das Zuhause Ihrer Eltern überwacht werden kann, wenn Sie nicht da sind. Es besitzt eine Videoüberwachung und kann in Notfällen Rettungskräfte alarmieren. Allerdings wurden Sicherheitssysteme nicht für ältere Menschen entwickelt und es fehlen Sensoren, die Stürze oder generelle Lebensgewohnheiten erfassen. Wenn Sie ein Armband ergänzen würden, das Stürze erfassen könnte und einige Sensoren hätte, die überprüfen können, dass die älteren Menschen regelmäßig essen und ihre Tabletten einnehmen, wäre dies eine deutlich bessere Lösung.

    Während alle diese Techniken sicher Hilfestellung bei der Betreuung eigenständig lebender älterer Menschen leisten, gibt es doch noch weitere Möglichkeiten für Designer, bessere Lösungen zu erfinden.

    Frau vor einer Monitorwand mit Bildern von Heim-Kameras

    Niemand möchte, dass dies ein Heimüberwachungssystem wird. Mit Sensor-Arrays ist die Beobachtung möglich, ohne dass die Privatsphäre der Senioren beeinträchtigt wird.

    Intelligente Heimüberwachung

    Die IoT-Industrie arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, unsere Häuser intelligent zu machen. Allerdings lässt man dabei einen deutlich wertvolleren Markt im Bereich der Versorgung älterer Menschen außer Acht. Wirklich intelligente Haustechnik wird benötigt, um ältere Menschen zu beobachten und nützliche Informationen über ihr Wohlbefinden zur Verfügung zu stellen, die die Privatsphäre nicht beeinträchtigen. Diese Art von Zuhause wird sich nur mit Sensor-Arrays verwirklichen lassen, die die Gewohnheiten einer Person erlernen und interpretieren können.

    Ich schrieb vor einiger Zeit über ein intelligentes IoT-Multi-Sensor-Array, das meines Erachtens ideal für diesen Bereich geeignet sein könnte. Die Plattform nutzt eine Vielzahl an Sensoren – allerdings ohne Videokamera –, um Ereignisse zu erfassen. Sie kann anhand von Wärmesensoren erkennen, welche Kochplatte auf dem Herd noch eingeschaltet ist und ob sie bereits zu lange eingeschaltet war. Systeme dieser Art sind hervorragend für ältere Menschen geeignet, denn sie sind intelligent, präzise und greifen nicht in die Privatsphäre ein. Niemand wünscht sich Kameras, die einen den ganzen Tag lang beobachten. Ein Mikrofon, das einem zuhört, stört aber vermutlich niemanden. Mit einer Kombination aus Mikrofon und Bewegungssensor ließe sich leicht feststellen, wenn jemand gestürzt ist. Es würde auch gehört werden, wenn jemand um Hilfe ruft oder von selbst wieder aufsteht. Diese Art von Array ist ideal , denn es ist als wäre eine andere Person im Haus, die Ihnen berichtet, was passiert, ohne dass Ihr Elternteil gestört wird. Ein derartiges System gibt es derzeit noch nicht zu kaufen. Sie haben also noch Zeit, sich diesem Markt frühzeitig zuzuwenden und ein solches System zu entwickeln.

    Alt zu werden, ist niemals einfach – weder für den Menschen, der älter wird, noch für dessen Familie. Die meisten älteren Menschen wollen weiterhin in ihrem Haus leben, müssen aber wegen Gesundheits- und Sicherheitsbedenken ausziehen. Aktuelle Überwachungstechniken unterstützen Senioren zwar dabei, länger in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, aber der Weisheit letzter Schluss sind sie letztendlich nicht. Die ideale Lösung wäre ein intelligentes Sensor-Array, das lernen kann, was in einem Haus passiert, ohne die Privatsphäre zu beeinträchtigen. Es würde das Leben für die älteren Menschen und ihre Pflegekräfte viel einfacher machen und wäre zudem unerlässlich für jeden älteren Menschen, der weiterhin in seinem Zuhause leben möchte.

    Wie ich bereits erwähnt habe, gibt es ein System dieser Art noch nicht. Zögern Sie also nicht und beginnen Sie jetzt, daran zu arbeiten. Falls Sie Software benötigen, die Sie unterstützt, dann testen Sie CircuitStudio. Es wird Ihnen dabei helfen, ein großartiges System zu entwickeln, das älteren Menschen und ihren Familien über mehrere Generationen hinweg eine Hilfe sein wird.

    Haben Sie noch mehr Fragen zu IoT-Sensoren? Dann rufen Sie einen Experten bei Altium an.

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