Da Robotiksysteme immer kompakter und komplexer werden und zugleich höhere Leistung erfordern, müssen die traditionellen Grenzen zwischen Mechanik und Elektrik aufgebrochen werden. Ingenieure stehen zunehmend unter Druck sicherzustellen, dass jede Komponente – von Leiterplatten (PCBs) und Steckverbindern bis hin zu Gehäusen und Aktuatoren – in immer komplexere Gehäuse passt.
Konstruktionsfehler in Bezug auf Passform, Form und Funktion können die Entwicklung ausbremsen, Kosten erhöhen und die Produktzuverlässigkeit beeinträchtigen. Da Robotikdesigns die Grenzen von Geometrie, Bewegung und Gehäuseeinschränkungen immer weiter ausreizen, können selbst kleinste Versäumnisse zu erheblichen Rückschlägen führen.
Passform: In der Robotik ist Platz immer knapp. PCBs, Flexkabel, Steckverbinder, Sensoren und Aktuatoren müssen präzise positioniert werden, um enge Innenräume zu nutzen, oft innerhalb gekrümmter oder beweglicher Gehäuse. Werden Höhe oder Position von Komponenten übersehen, führt das zu Abstandsproblemen, blockierten Bewegungsbahnen oder mechanischen Kollisionen mit beweglichen Teilen.
Form: Die innere und äußere Geometrie von Robotiksystemen ist häufig stark kundenspezifisch und variiert zunehmend, da Teams hochfunktionale Elektronik für einzigartige Anwendungen entwickeln – darunter humanoide Strukturen oder stromlinienförmige Drohnen. Komponenten müssen exakt zum Formfaktor passen, und dafür ist ein tieferes Verständnis der Spezifikationen erforderlich.
Funktion: Selbst bei perfekter Komponentenpassung ist Zuverlässigkeit in realen Anwendungen entscheidend. Funktionsausfälle in der Robotik können Signalrauschen durch schlechtes Leiterbahn-Routing, Wärmestau in geschlossenen Gehäusen oder vibrationsbedingte Schäden an empfindlichen Komponenten umfassen. Robotik in Industrie-, Luft- und Raumfahrt- sowie Medizinumgebungen kann sich Ausfälle nicht leisten und toleriert nur äußerst geringe Abweichungen.
Diese drei Designelemente existieren nicht isoliert voneinander. Änderungen in einem Bereich wirken sich direkt auf einen anderen aus; die mechanische Verpackung kann das PCB-Layout, das thermische Verhalten oder die Systemleistung beeinflussen. Deshalb ist die ECAD-MCAD-Synthese unverzichtbar geworden, um diese Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und zu lösen, bevor sie zu kostspieligen Nacharbeiten oder Ausfällen im Feld führen.
Da der Maschinenbau immer komplexere Anforderungen erfüllen muss, entstehen neue Herausforderungen, wenn leistungsstarke und datenintensive Robotik kompakter wird und in einzigartig gestalteten Bauformen daherkommt. Diese Beispiele verdeutlichen die Feinheiten, mit denen Designer umgehen müssen, und treiben die Nachfrage nach ECAD-MCAD-Zusammenarbeit weiter an.
Es gibt einige Bereiche, in denen traditionelle Workflows Designer und die breitere Elektronik-Lieferkette im Stich lassen. Wichtig ist, sich vor Augen zu halten, dass Effizienz in diesem Prozess die Grundlage für den Erfolg in allen anderen Go-to-Market-Bereichen schafft.
Abweichungen oder Verzögerungen in der Phase des physischen Prototypings haben Kostenfolgen und Ketteneffekte, die sich auf die Vorlaufzeiten auswirken. Eine Möglichkeit, wie Designer Zeit und Geld sparen können, besteht darin, ihre Entwürfe vor der Phase des physischen Prototypings zu konsolidieren. Dies wird durch Digital-Twin-Funktionen besser unterstützt, indem elektrische und mechanische Designs zunächst in einer digitalen Umgebung zusammengeführt werden.
Wiederkehrende Probleme, die ECAD-MCAD vorantreiben:
Die Lösung für Dilemmata bei Passform, Form und Funktion kann in mehreren Fähigkeiten liegen. Moderne Plattformen bieten enger integrierte Workflows, ganz zu schweigen von einer besseren Nutzung digitaler Dienste, wie zum Beispiel:
Die Einführung kollaborativer Plattformen war ein echter Wendepunkt. Die Echtzeit-Synchronisierung zwischen ECAD- und MCAD-Umgebungen verkürzt Entwicklungszeiten, da das Exportieren und erneute Importieren von Daten entfällt. Durch die Nutzung einer einheitlichen Plattform, die beide Designsprachen versteht und übersetzt, werden häufige Fehler minimiert, Ingenieure besser aufeinander abgestimmt, und Iterationen können um bis zu 90 % beschleunigt werden.
Vor der Einführung einer Lösung für ECAD-MCAD-Integration sollten einige Schritte unternommen werden. Abgesehen von der eigentlichen Einführung gibt es einige Punkte auf der Checkliste, die vorher berücksichtigt werden sollten.
Die nächste Generation robuster, zuverlässiger Robotik erfordert einen neuen Co-Development-Ansatz. Designer müssen ihre Silos aufbrechen und kollaborative Verfahren in ihre tägliche Arbeit integrieren.
Maschinenbauingenieure und ihre bevorzugten Werkzeuge werden nun direkt in die PCB-Designumgebung integriert, damit beide Teams ihre Arbeit präzise gegenseitig abgleichen können. Echtzeit-Synchronisierung, gemeinsam genutzte 3D-Modelle und cloudbasierte Plattformen stehen für Unternehmen auf dem Programm, die intelligentere, schnellere und widerstandsfähigere Elektronik anbieten möchten.
Robotikunternehmen wollen Innovation ohne Kompromisse bei irgendeinem Designelement vorantreiben, und Designer müssen mit demselben ganzheitlichen Ansatz darauf reagieren. Wer die Kluft zwischen den Designdisziplinen überbrücken kann, wird der Konkurrenz voraus sein, noch bevor der erste Prototyp überhaupt auf der Werkbank landet.
Ganz gleich, ob Sie zuverlässige Leistungselektronik oder fortschrittliche digitale Systeme entwickeln müssen – Altium Develop vereint jede Disziplin zu einer kollaborativen Kraft. Frei von Silos. Frei von Grenzen. Hier arbeiten Ingenieure, Designer und Innovatoren als Einheit zusammen, um ohne Einschränkungen gemeinsam zu entwickeln. Erleben Sie Altium Develop noch heute!